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Die Zukunft hat begonnen –Ein Schritt zu einem modernen und effizienten Gesundheitswesen

Was in anderen europäischen Staaten bereits zur Normalität geworden ist, hat in Deutschland noch einige Hürden zu nehmen: Anstelle des bekannten Rezeptes in Papierform soll eine „elektronische Gesundheitskarte“ für jeden Patienten diese und viele weitere Funktionen übernehmen. Die bestehenden Krankenversichertenkarten werden ausgetauscht in leistungsfähigere Datenspeicher, die auch mit einem Lichtbild wie bei einem Ausweis ausgestattet sind. Der Versicherte bestimmt, welche Daten  neben Anschrift, Versichertennummer und Status erfasst werden:
Der Arzt kann Notfallinformationen wie die Blutgruppe, durchgeführte Operationen,
Listen mit den benötigten Arzneimitteln oder Laborergebnisse einsehen. Die zu verordnenden Arzneimittel werden auf dieser Karte im Gegensatz zum Rezept unsichtbar gespeichert und können in der Apotheke abgelesen werden. Zugang zu den Daten haben nur Bedienstete im Gesundheitswesen, die einen Heilberufeausweis besitzen. Auch der Versicherte selbst kann seine Daten einsehen.

Vorteile für den Patienten: verbesserte Behandlungsqualität durch schnell verfügbare wichtige Gesundheitsdaten.

Vorteile für die Krankenkassen: Unnötige Doppeluntersuchungen lassen sich vermeiden. –Somit könnten Kosten eingespart werden. Auch die unberechtigten Inanspruchnahmen von Leistungen auf der Karte von anderen Versicherten, die jährlich einen hohen Schaden für die Versicherungen darstellen, werden durch die eindeutige Zuordnung zum Inhaber reduziert.

Derzeit werden in Deutschland in verschiedenen Testregionen (u. a. um Trier) mit jeweils etwa 10 000 Personen, mehreren Ärzten und Apotheken Versuche in der Praxis durchgeführt.
Für 2009 ist eine Ausweitung auf etwa 100 000 Personen pro Region geplant. Die Einführung der Karte für alle Bundesländer lässt wahrscheinlich bis etwa 2015 auf sich warten.